Mutter Lustig - Heimatverein Köpenick e.V.

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Mutter Lustig


Mit unserer ersten öffentlichen Veranstaltung, die mit 37 Teilnehmern gleich sehr gut besucht war, erinnerten wir an ein Köpenicker Original. Die berühmte Waschfrau Henriette Lustig (02.02.1808-23.11.1888) hätte ihren 200. Geburtstag gefeiert und wir ließen sie durch Anekdoten und Erzählungen hoch leben. Besonders gefreut haben wir uns darüber, dass Nachfahren von "Mutter Lustig" anwesend waren, darunter die Behindertenbeauftragte des Bezirksamts, Gabriele Rühling, und deren Eltern. Nach der Veranstaltung wurden Blumen an der Gedenktafel an ihrem ehemaligen Wohnhaus am Alten Markt angebracht. Seit 1835 betrieb Henriette Lustig die erste Lohnwäscherei und wurde damit zur Begründerin der Wäscherei als Gewerbe und Dienstleistung. Hervorzuheben sind die schwere körperliche Arbeit des Waschens und die langen Fußmärsche bis nach Charlottenburg, von wo Henriette Lustig die schmutzige Wäsche holte und die saubere dorthin zurückbrachte. Köpenick entwickelte sich in der Folge zur "Waschküche Berlins". 1855 arbeiteten schon 200 kleine und mittlere Wäschereien im Ort. Deren Zahl wuchs weiter, um 1900 gab es hier 4.000 Lohnwäscherinnen und 87 Wäschereien. Der Name Spindler verbindet sich mit einem der bekanntesten Beispiele für die Industrialisierung der Branche. Bis heute ist eine Ortslage Köpenicks nach dem hier seit 1871 als Wäschereiunternehmer bekannten Julius Spindler benannt. 1882 hatte dessen Unternehmen bereits 1.500 Arbeiter und betrieb 35 Filialen in ganz Deutschland. Kleinere Wäschereien schlossen sich, auch in Köpenick, zu Genossenschaften zusammen.



Oliver Igel (Mitte, hockend), stv. Vereinsvorsitzender, im Gespräch mit Dr. Klaus Wazlawik vom Förderverein
Lokale Agenda 21


Aribert Giesche (links) erläutert seine Forschungen zur Familie von Henriette Lustig, gegenüber sitzen
Krystyna Schade vom Heimatmuseum Köpenick und Schatzmeisterin Antje Wachsmuth-Leege


Die Nachfahren von "Mutter Lustig" verfolgen interessiert die Ausführungen (hinten links: Gabriele Rühling)


Historiker Dr. Kurt Wernicke (Mitte) würdigt die Leistungen der Köpenicker Waschfrauen


Blick ins Publikum mit aufmerksamen Zuhörern, v.l.n.r.: stv. Vereinsvorsitzender Ralf Drescher, Ulrich Stahr,
Oliver Igel (hinten Mitte), Frank Wegner-Büttner vom Kulturamt/Kunstverleih (hinten rechts), Volksschauspieler
Jürgen Hilbrecht (vorne rechts)


Antje Wachsmuth-Leege brachte Blumen an der Gedenktafel von Henriette Lustig am Alten Markt an


Das Heimatmuseum informiert ausführlich über die Köpenicker Wäschereigeschichte (im Bild Vereins-
vorsitzender Stefan Förster mit einer alten Waschmittel-Reklametafel aus Emaille).

 
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