Gaststättenausstellung - Heimatverein Köpenick e.V.

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Gaststättenausstellung


Sind Sie noch in der "Marktbörse" eingekehrt oder haben im Winter in der "Müggelbaude" einen Grog getrunken? Beide Kneipen sind seit Jahrzehnten Geschichte. Eine Ausstellung rief jetzt diese und andere Lokale in den Blick der Öffentlichkeit zurück. "Köpenicker Lokalgeschichte" hieß die neue Ausstellung, die erstmals gemeinsam vom Heimatverein Köpenick und vom Heimatmuseum gestaltet wurde. Stefan Förster, Vorsitzender des Heimatvereins: "Damit wollen wir das Heimatmuseum bei seiner Aufgabe, Ortsteilgeschichte zu dokumentieren und zu bewahren, unterstützen. Eine Arbeitsgruppe des Heimatvereins hat Recherche und Autorenschaft für die Ausstellung übernommen. Der stellvertretende Vereinsvorsitzender Ralf Drescher, im Hauptberuf Reporter der ‚Berliner Woche’, hat zahlreiche Standorte früherer Kneipen fotografiert und sogar die Wirtin der legendären ,Marktbörse' für ein Videointerview vor die Kamera geholt."


Die Gaststätte "Zur Marktbörse" stand einst in unmittelbarer Nachbarschaft des heutigen Heimatmuseums, genau dort, wo sich jetzt die neue Mittelpunktbibliothek befindet. Wegen mangelnder Pflege durch den Rat des Stadtbezirks verfiel das Gebäude, 1979 musste Wirtin Adeline Meier schließen, 1982 wurde der Bau abgerissen. Zurück blieben Erinnerungen, einige Szenen im Defa-Film "Spur der Steine", der auch in der "Marktbörse" gedreht wurde, die Zapfanlage des Lokals und der so genannte Hungerturm, eine Glasvitrine für Buletten, Gewürzgurken und Schmalzbrote. Vereinsvorsitzender Stefan Förster: "Unser Verein hat den Hungerturm mit Unterstützung der Sparda-Bank erworben und an der Fachhochschule Potsdam fachgerecht restaurieren lassen. Nach 30 Jahren ist der Hungerturm nun erstmals wieder in Köpenick zu sehen."


Nicht alle Kneipen, die die Ausstellung vorstellte, sind wie "Marktbörse", "Müggelbaude" und "Bärenhöhle" in den letzten Jahrzehnten verschwunden. Von den Restaurants "Riviera" und "Gesellschaftshaus" in Grünau existieren wenigstens noch die inzwischen maroden Baukörper, und der "Ratskeller" erwartet auch über 100 Jahre nach einer Eröffnung immer noch Besucher.



Der Hungerturm während der Restaurierung in Potsdam


Der Engel auf dem Hungerturm vor der Montage


Der Hungerturm trifft zur Freude des stv. Vereinsvorsitzenden Ralf Drescher (links) wohlbehalten im Museum ein


Ralf Drescher, Dr. Kurt Wernicke und Antje Wachsmuth-Leege (v.l.n.r.) tauschen sich über das neue Exponat aus


Dr. Kurt Wernicke (links) und Stefan Förster begutachten den restaurierten Hungerturm


 
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